Eine Kolumne über “Energie richtig einsetzen”

Choose your battle wisley! Dieser Satz hat mich sofort gefesselt, als ich ihn vor ein paar Tagen gelesen habe. Denn es steckt so viel Tiefgang da drin. Jeder von uns kennt den Satz “Der Klügere gibt nach.” Meiner Meinung nach haben diese Sprichwörter sogar Recht. Wir, und dazu gehört jeder Einzeln, müssen entscheiden, wofür wir unsere Energie einsetzen möchte. Denn es lohnt sich nicht, für jede Sache zu kämpfen. Eine Diskussion über die Immobilienpreise in München, ist mir beispielsweise egal. Ich müsste sie mindestens zwei Mal pro Tag führen und dafür ist mir meine Energie zu kostbar. Denn ich alleine werde es nicht ändern können. Also sitze ich in so einer Situation nur daneben und nicke. Mir ist die Energie dafür einfach zu schade.

Wenn es hingegen Missverständnisse innerhalb meiner Familie oder bei meinen besten Freunden gibt, werde ich diesen Kampf immer führen. Denn ich möchte, dass diese Beziehungen sich für mich gut anfühlen. Ich mich auf Telefonate mit meiner Familie und auf Treffen mit Freunde freuen. Von meinem Vater habe ich nämlich vererbt bekommen, ein Harmoniejunkie zu sein. Sobald negative Stimmung im Raum zu spüren ist, möchte ich das Thema sofort klären und kann mich dann auch auf kein anderen Dinge mehr konzentrieren.

Dazu muss ich mir eingestehen, dass Gelassenheit jahrelang zu meinen größten Schwächen gehörte. Je älter ich werde und je öfter ich Situationen reflektiere, desto häufiger realisiere ich, dass ich meine Energie verschwendet habe. Und das, obwohl es mir die Sache gar nicht Wert war. Deswegen möchte ich euch ans Herz legen, euch Gedanken zu machen, was euch wirklich wichtig ist. Wofür Ihr bereit seid zu kämpfen.

Wenn euch gerade die Energie fehlt, überhaupt für etwas zu kämpfen, möchte ich euch folgende Tipps geben. 

1. Natur Pur

Während ich im Sommer längere Zeit bei meinen Eltern war, habe ich gemerkt, dass es mir viel Kraft zurück gibt, mit dem Hund draußen spazieren zu gehen. Dabei war es mir wichtig, kein Handy dabei zu haben, sondern wieder die Natur alleine zu genießen. Nicht erreichbar sein. Einfach toll! Wer für einen längeren Zeitraum die Natur genießen möchte, kann sich am neuen Trend Waldbaden versuchen. Was das genau ist, findet ihr hier.

2. Freunde treffen

Unsere Generation hat sich angewöhnt viel über elektronische Geräte zu kommunizieren. Es ist schon ungewöhnlich, wenn Freunde einen anrufen. Viele junge Menschen telefonieren nicht gerne, dabei finde ich es viel angenehmer als 10 Nachrichten über WhatsApp auszutauschen. Also trefft am besten eure Freunde vor Ort oder telefoniert mit euren Liebsten. Das erspart euch viel Zeit am Handy.

3. Weniger TV

Es klingt komisch, aber unserer Fernsehr bleibt in letzter Zeit gerne mal aus. Hintergrund ist, dass wir keinen Digitalen Resever besorgt haben und wir anders kein Fernsehen mehr empfangen können. Dazu kommt noch, dass ich den Amazon Fire TV Stick, den ich testen durfte, zurück senden musste. Also schauen wir nun entweder gar kein Fernsehen oder am Ende über unsere Laptops. Jetzt habe ich gefühlt viel mehr Zeit für andere Dinge und das ist Schön! 🙂

4. Inspiration in Biografien suchen

Früher habe ich mich immer vor Biografien gedrückt, da es mir irgendwie langweilig vorkam. Mittlerweile, wenn ich merke, dass ich eine Persönlichkeit interessant finde, kaufe ich mir einfach ein Buch über diese Person. Und dabei merke ich immer wieder, wie es mich zu Sachen inspiriert. Dabei finde ich heraus, wie sich diese Person entwickelt hat. Im Sommer habe ich das Buch Karl von Paul Sahner gekauft. Denn als mein Freund und ich in Verona über Karl Lagerfeld gesprochen haben, ist mir bewusst geworden, dass ich nur oberflächliche Sachen über ihn wusste. Das Buch kann ich sehr empfehlen, da es angenehm leicht geschrieben ist. Hier könnt ihr es erwerben, falls es euch interessiert.

5. Von Herzen dankbar sein 

Wir nehmen viele Dinge als selbstverständlich an: Freunde, Familie, Gesundheit. Jedoch ist es das leider nicht. Seid dankbar dafür, wenn Ihr einen tollen Partner an eurer Seite habt. Seid dankbar dafür, dass Ihr gesund seid. Und seid dankbar dafür, dass Ihr tolle Freunde habt, einen tollen Job oder andere Dinge, die euch wichtig sind. Wenn wir uns diese Dinge immer wieder bewusst sind, wissen wir sie auf jeden Fall wertzuschätzen und kümmern uns darum, dass es uns erhalten bleibt.

Mir haben diese kleinen Umstellungen enorm geholfen, Kraft zu sammeln und meine Energie für mich richtig einzusetzen. Die Gelassenheit für weitere Dinge kommt dann automatisch. Denn, ob der Abwasch sofort, oder erst am nächsten Morgen gemacht wird, wird nicht meine Welt verändern…

 

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