Dem Alltag entkommen

Als ich noch ein Kind war haben wir regelmäßig “Ausflüge” gemacht. Ein Ausflug muss nicht immer gleich eine weitere Anreise  bedeutet, oder man muss nicht viel Geld in die Hand nehmen.  In der eigenen Stadt, in den Bergen oder am Meer, überall lassen sich solche Ausflüge planen.  Für Kinder sind solche Ausflüge immer etwas Besonderes.  Und das sollten wir als Erwachsener einfach nicht vergessen, dass es auch für uns etwas Besonderes sein kann.  Einfach etwas Neues erkunden, worauf wir uns total freuen können. Und dazu möchte ich euch heute wieder ermutigen.

Letztes Wochenende habe ich mit einer Freundin einen solchen Ausflug in die Berge geplant.  Ich wollte mal wieder in die Natur, um auf andere Gedanken zu kommen. Denn egal, was euch gerade durch den Kopf schwirrt, danach habt ihr neue Kraft und Inspiration, die ihr dann mit in den Alltag nehmen könnt.  Der Ausflug war schnell geplant, da wir beiden Mädels gerne wandern gehen wollten.  An das Skifahren habe ich nämlich keine guten Erinnerungen, da ich es leider nicht richtig gelernt habe und mittlerweile richtig Angst davor habe. Ich als Nordlicht kenne mich in den Bergen leider nicht so gut aus, sodass meine Freundin die Strecke auf die Tegernseer Hütte (natürlich am Tegernsee) rausgesucht hat.  Für alle nicht Münchener, der Tegernsee ist nur eine gute Stunde mit dem Auto oder dem Zug entfernt, sodass hier nicht zu viel Zeit verloren geht.
Um 7.30 Uhr hat meine Freundin mich mit dem Auto und ihrem süßen Hund abgeholt und wir sind Richtung Berg gefahren. Da am Tegernsee noch ordentlich Schnee lag, haben wir nicht sofort den Parkplatz des Berges gefunden, sondern mussten etwas suchen. Wir waren aber so früh dran, sodass es nicht schlimm war, ein paar Minuten länger im Auto zu sitzen. Nachdem wir dann die Strecke zum wandern gefunden haben, war ich erst einmal überrascht, wie viel Schnee auf der Strecke noch lag. Etwas rutschig war der Weg schon aber dies konnte unserer Freude nichts nehmen.
Gut 2 Stunden haben wir benötigt, um an der ersten Hütte anzukommen. Diese war jedoch noch geschlossen, aber für einen Ausflug benötigt man immer Proviant, sodass wir meinen Rucksack voller Leckereien gepackt haben und uns so stärken konnten.  An dem Tag war das Wetter auch einfach herrlich gewesen. Die Sonne schien, es hatte angenehme 13 Grad und es hat sich nach einem richtig schönen Frühlingstag angefühlt. So haben wir uns einfach auf dem Berg in den Schnee gesetzt und die Aussicht genossen.
Da wir jedoch noch nicht auf der richtigen Hütte angekommen waren, wollten wir noch weiter. Ich war zwar schon etwas kaputt, aber der Ausblick von der Hütte sollte einfach so schön sein, sodass wir uns erneut auf den Weg gemacht haben. Auf unserem Weg haben wir noch Leute von der Bergwacht getroffen, die mit Skiern unterwegs waren. Die Männer haben uns noch ermutigt, den Berg zu besteigen, obwohl unser Equipment eher mangelhaft war. Die Tour auf die Hütte war wirklich hart gewesen. Meine Freundin trug unseren Rucksack und ihren Hund auf den Berg und musste sich mit einer Hand am Seil hochziehen, da die Strecke wahnsinnig steil und rutschig war.
Oben angekommen, war die Aussicht natürlich atemberaubend. Mein zweiter Gedanke war jedoch, wie wir da wieder runter kommen sollten. Zum Glück haben uns die Männer von der Bergwacht noch einen alternativen Weg gezeigt, wie wir wieder runter kommen. Denn bei unserem ursprünglichen Weg, war der Schnee mittlerweile so rutschig, sodass es lebensgefährlich hätte werden können. Als wir jedoch realisiert haben, dass wir aus dem Gröbsten raus sind, mussten wir nur noch lachen. Es tat so unheimlich gut, wieder zu realisieren, dass viele Sorgen, die wir uns machen, völlig unberechtigt sind, wenn wir mal unsere Komfortzone verlassen.
Der Frühling steht vor der Tür und so können wir alle wieder die Natur genießen und neue Kraft tanken.

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